Nun aber zum Rennen. Ein Rennen das mich an meine momentanen Grenzen geführt hat.
Nach dem Einschwimmen im Neusiedlersee ging alles recht schnell. Beng! Und schon fand ich mich inmitten hunderter anderer Athleten wieder. Die Bedingungen die herrschten waren laut der anderen Athleten dieselben wie immer. Naja, wer schon mal vor Ort war weiß ja von was ich spreche. Dem Windsurfer sein Paradies, dem Triathleten sein Graus. Heftig durch die Wellen durchgeschüttelt stieg ich nach 37min36sek (Gesamt 42. AK 4.) aus dem Wasser.
Und ab diesem Punkt wurde das Rennen für mich zur Selbstüberwindung. Das Laufen. Weiß nicht ob ich überhaupt das Wort laufen verwenden darf. Es war irgendwas zwischen Gehen und Joggen. Die ersten 10km legte ich für meine Verhältnisse an diesem Tag noch recht flott zurück (59min2sek). Aber schon nach der Wende merkte ich, das dieser HM der „Längste“ werden könnte den ich je zurückgelegt habe. Schon in der ersten Runde musste ich einmal das weite Grün aufsuchen da meine Magenprobleme dieses mal in das fortgeschrittene Stadium übergingen. Auf der zweiten Runde verfolgte mich dann ständig ein komisches Gefühl in der Magengegend welches mich einfach nicht mehr schneller laufen lies als Wellnesstempo. Ab diesem Zeitpunkt hab ich mir selbst eingestehen müssen, dass aus meiner bisherigen Top 10 AK Platzierung an diesem Tag nichts mehr wird. Ab jetzt gab es nur mehr das eine Ziel, have fun and enjoy yourself. Sagen wir es so, ich hab es zumindest versucht. Auch nach einem zweiten Abstecher in die Büsche wurde mein Problem rund um den Magen nicht besser und so hieß es die letzten 5km zusammenzwicken, sonst würde mein erster Auftritt über die Halbe zu einem der peinlichsten Momente meines Lebens werden. Endlich geschafft, mein Gedanke als ich ca. 2km vor dem Ziel die Stimme des Kommentators über die Boxen hörte. Immer wieder überholten mich noch andere Athleten/innen, jedoch war mir dies in jenem Moment egal. Ich wollte einfach nur mehr meinen Zieleinlauf genießen und unter dem Finisherbogen meine Hände in Richtung Himmel reißen. Und dann war es soweit die letzten 10m. Stopp, gehen, so wie ich es seit 10km geplant hatte. Rüber zu meinen treuen Fans meiner Mum, meinem Dad und natürlich meiner Freundin, noch kurz etwas plaudern und ein Bussi austeilen, und dann mit erhobenen Händen nach 5h33min30sek ertönte endlich das penetrante piepsen der Pentekmatte und ich hatte es geschafft. Meine erste Halbdistanz. Ein unbeschreibliches Gefühl welches Emotionen in mir weckte die ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte.
1m vor dem Ziel, am weg zu meiner Familie
Bis dahin, LG
Flaumi
Hier war noch alles in Ordnung =)